Stoppt die weiteren Schuloeffnungen ab dem 15.03.21!

Wir haben unsere erste Online-Petition gestartet. Wer sie unterstützten und weiter verbreiten will, kann das unter folgendem Link tun:
https://www.change.org/p/kultusministerkonferenz-stoppt-die-weiteren-schul%C3%B6ffnungen-ab-dem-15-03-21

Hier der Text:

Stoppt die weiteren Schuloeffnungen ab dem 15.03.21!

Nachdem am 22.02.21 bereits landesweit Kitas und Grundschulen geöffnet und seitdem auch Abschlussklassen wieder in Präsenz unterrichtet wurden, sollen nun am Montag, dem 15.03.21, in einem weiteren Öffnungsschritt alle Schülerinnen und Schüler vorrangig im Wechselunterricht in die Schulen zurückkehren.

Seit dem ersten Öffnungsschritt hat sich die pandemische Lage jedoch sehr verschlechtert. Seit einigen Tagen nehmen die Ansteckungszahlen in der BRD wieder deutlich zu. Der Präsident des Robert-Koch-Instituts Lothar Wiehler hat bereits am Donnerstag gewissermaßen offiziell festgestellt, dass Deutschland in der 3. Welle angekommen ist. Wahrscheinlich wird sie aufgrund der Mutationen zur bisher heftigsten Welle. Hochrechnungen des RKI gehen davon aus, dass gegen Ostern hin die Marke von 30.000 Infizierten pro Tag überschritten wird.

Trotzdem bestehen die Kultusministerinnen und -minister der Länder darauf, in dieser angespannten Lage die Schulen 2 Wochen vor den Osterferien weiter zu öffnen, ohne dass diese Maßnahme ausreichend vorbereitet wurde oder durch regelmäßige Tests in den Schulen und Impfungen auch nur angemessen begleitet werden kann, weil schlicht jede Teststrategie und Impfstoffe fehlen. Pädagogisch lässt sich dieser Schritt nicht rechtfertigen. Die ständigen Umstellungen, die die Schulen spätestens seit dem Herbst vollführen müssen, machen vielmehr jede Unterrichtsplanung und jede Kontinuität im Unterricht, eine der wichtigsten Bedingungen seines Gelingens, zunichte. Auch die anstehende Umstellung vom Distanz- auf den Wechselunterricht wird wieder Schülerinnen und Schüler wie die Lehrenden mehr beanspruchen als die Unterrichtsinhalte. Wäre es da nicht vernünftiger auch die nächsten zwei Wochen im Distanzmodus zu überbrücken und auf diese Weise mit den Ferien insgesamt 4 weitere Wochen verminderten Kontaktgeschehens zu gewinnen, um so die 3. Welle bereits zu Ihrem Beginn abzufangen? Nach den Osterferien werden in jedem Fall die Karten neu gemischt. Man hätte sich auf diese Weise aber eine aus pädagogischer Sicht völlig überflüssige, ja kontraproduktive Umstellung und – was natürlich viel wichtiger – eine ganz unnötige Verschärfung des Gefahrenpotentials erspart.

Von Beginn der Pandemie an bis heute weigert sich die Kultusministerkonferenz (KMK), die simple Realität anzuerkennen, dass aufgrund der diversen Lockdowns, der vielen Schließungen von einzelnen Schulen wegen Quarantäne sowie der schon angesprochenen häufigen Umstellungen sich Unterrichtsausfall in einer Quantität angehäuft hat, die es nicht gestattet, an den eingefahrenen Regelungen festzuhalten. Stattdessen wurde und wird jede Zuspitzung der Pandemie als ein kurzer Zeitraum betrachtet, den es mit kleineren Anpassungen zu überbrücken gilt, und wird in jeder Schulmail betont, dass an der bisherigen allgemeinen Prüfungsordnung und den bestehenden Kernlehrplänen grundsätzlich festgehalten wird. Man kann sich des Eindrucks kaum erwehren, dass die wirklichen Coronaleugner in den Schulministerien sitzen.

Die Plan- und Konzeptionslosigkeit dort darf jedoch nicht dazu führen, dass das pandemische Geschehen mit völlig unverantwortlichen politischen Beschlüssen weiter angeheizt und die Gesundheit von Schülerinnen und Schülern, von Eltern und Anverwandten und der Lehrenden unnötigen Gefahren ausgesetzt und die gesamtgesellschaftliche Lage erheblich verschlimmert wird. Denn wenn sich die Voraussagen bestätigen oder gar übertroffen werden, verlieren auch andere Bereiche der Gesellschaft jede Aussicht auf baldige Öffnungsschritte.

Wir fordern deshalb, so schnell als möglich den Beschluss, die Schulen ab Montag weiter zu öffnen, rückgängig zu machen und diesen Schritt erst für nach den Osterferien zu planen, um so auch mehr Zeit zur angemessenen Vorbereitung der Maßnahme zu gewinnen.

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